Im LOEWE-Zentrum für Synthetische Mikrobiologie (SYNMIKRO) erforschen über 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Philipps-Universität Marburg und des Max-Planck-Instituts für terrestrische Mikrobiologie Marburg in über 30 Arbeitsgruppen die Grundlagen der Synthetischen Mikrobiologie.
Gefördert mit hessischen Landesmitteln der LOEWE-Forschungsförderung nahm das Zentrum SYNMIKRO im Jahr 2010 seine Arbeit auf. Bereits heute bildet SYNMIKRO einen der größten Schwerpunkte synthetisch-mikrobieller Forschung in Deutschland.
Das LOEWE-Zentrum für Synthetische Mikrobiologie lädt gemeinsam mit den Fachbereichen Biologie und Chemie der Philipps-Universität Marburg zu den Antrittsvorlesungen von neuen SYNMIKRO Mitgliedern ein.
Der Marburger Zellbiologe Professor Dr. Roland Lill ist in die Europäische Organisation für Molekularbiologie (EMBO) aufgenommen worden. Das teilte EMBO-Direktorin Maria Leptin mit. Roland Lill leitet das Institut für klinische Zytobiologie und Zytopathologie der Philipps-Universität.
Ein neues europäisches Forschungsnetzwerk unter Marburger Leitung untersucht, wie eine pharmakologisch bedeutende Proteinklasse wirkt. Der Nachwuchsgruppenleiter Dr. Peter Kolb von der Philipps-Universität ist Vorsitzender des Projekts „GLISTEN“ („GPCR-Ligand Interactions, Structures, and Transmembrane Signalling: a European Research Network“), das durch die Europäische Union im Rahmen ihrer Förderlinie „COST“ finanziert wird.
Forscher der Universität Marburg und des "LOEWE"-Zentrums für synthetische Mikrobiologie haben ein molekulares Werkzeug entwickelt, das es ihnen erlaubt, die Stabilität einzelner Proteine in einer Zelle mit Licht zu steuern. Darüber berichten die Wissenschaftler in einem Artikel, der in der nächsten Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift „Chemistry & Biology“ erscheint.
Mikroorganismen haben sich im Laufe der Evolution praktisch jeden nur denkbaren Lebensraum erschlossen und dabei eine Vielfalt katalytischer Eigenschaften entwickelt, von denen viele seit Jahrzehnten biotechnologisch genutzt werden.
Wie dieses Potenzial mit Hilfe der modernen omics-Technologien und synthetischer Ansätze noch besser erschlossen werden kann, war das Thema der dritten Synmikro-Tagung „Von biologischer Diversität zu mikrobiellen Zellfabriken” am 24. April 2013.